Netpolitik.org: „Gambia schaltet zur Präsidentschaftswahl Internet und Auslandstelefonie ab“

Die Regierung Gambias hat am Vorabend der Präsidentschaftswahl sowohl das Internet wie auch Anrufe ins Ausland abgeschaltet. Das berichtet das Mediennetzwerk Fatu (unsere Übersetzung):
„Die Abschaltung betrifft alle vier Mobilfunkanbieter des Landes, die Internet für mobile Endgeräte liefern. Dazu gehören die privaten Unternehmen Africell und QCell sowie die staatliche Gamcel, die alle 3G-Internet anbieten. Betroffen ist auch Comium, der neueste private Provider, der 2G-Internet anbietet.“

Laut dem Bericht haben fast 100 Prozent der Gambier Zugang zu Mobilfunk. Internet über feste Anschlüsse ist hingegen wenig verbreitet.

In Gambia wird heute gewählt. Hintergrund für die Abschaltung des Internets ist die drohende Wahlniederlage des seit 22 Jahren regierenden Präsidenten Yahya Jammeh. Seine Herrschaft ist durch ein breites Oppositionsbündnis mit einem gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten gefährdet. Etwa 900.000 Menschen sind im kleinen westafrikanischen Land wahlberechtigt. Wie der Deutschlandfunk berichtet, war schon der Wahlkampf von Festnahmen von Oppositionspolitikern und offenen Drohungen des Präsidenten überschattet. Zudem wurde ein Demonstrationsverbot erlassen.

Der Artikel  „Gambia schaltet zur Präsidentschaftswahl Internet und Auslandstelefonie ab“ erschien am 01.12.16 auf Netzpolitik.org.

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